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Freitag, 10. Juli 2015

[Preview] My Fair Lady

'Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen..!'

Wer diesen Satz hört, weiß sofort um welches bekannte Musical es sich handelt. 
'My fair Lady' lautet das Theaterstück, welches in diesem Jahr auf dem Platz vor der Ortenburg in Bautzen gespielt wird.

Fiona Piekarek-Jung als Elisa 

Die Geschichte ist schnell erzählt: 
Ein Blumenmädchen namens Elisa Doolittle mit Berliner Akzent trifft auf Professor Higgins, ein angesehener Philologe und Phonetiker. Von ihrer vulgären und provokativen ist der feine Herr zugleich angetan, findet es aber auch abstoßend. 

Mirko Brankatschk als Professor Higgins (links im Bild)

Higgins wettet mit seinem Kollegen, dass er es innerhalb kürzester Zeit schaffen würde, das vorlaute Gör zu einer feinen Dame zu erziehen. 
Elisa, die sich längst nach einem besseren Leben sehnt, willigt ein, Unterricht bei dem Professor zu nehmen. Dieser führt sie in die Geflogenheiten der feinen Gesellschaft ein. 
Zuerst besuchen sie ein Pferderennen, wo Elisa auf den Nichtstuer Freddy Niesholz-Berg trifft, welcher sich unsterblich in das junge Mädel verliebt. Desweiteren provoziert sie einen ziemlichen Skandal.

Thomas Ziesch als Higgins (links im Bild)

Später, auf einem Diplomatenball, begeistert sie die anwesenden Gäste, einschließlich der Königin von Transsilvanien.

Je länger sich Higgins mit Elisa beschäftigt, desto mehr Gefallen findet er an ihr. Doch die junge Frau zeigt ihm deutlich, wie gedemütigt sie sich fühlt und verlässt dessen Anwesen.
Erst dann wird dem Professor klar, wie sehr er sie vermisst. 

Lisa Zschornack als Elisa



Im Original findet diese Geschichte in Berlin statt, doch Intendant Lutz Hillmann entscheidet sich, das Stück in die Oberlausitz zu versetzen. Kurzerhand wird aus Elisa Doolittle 'Elisa Dulitsch' mit Oberlausitzer Dialekt. Es wird gerollt statt berlinert.

Eine weitere Besonderheit ist zudem, dass sich jeweils zwei Schauspieler eine Rolle teilen. 
Fiona Piekarek-Jung und Lisa Zschornack spielen abwechselnd die Rolle der Elisa, während Mirko Brankatschk und Thomas Ziesch in die Rolle des Professor Higgins schlüpfen.



Das Theaterstück hält jede Menge Lacher bereit und man fühlt sich in den fast drei Stunden bestens unterhalten und keinesfalls gelangweilt. 
Bis jetzt war das Stückgut besucht und wer es bis jetzt noch nicht geschafft hat, eine der 34 Vorstellungen zu besuchen, sollte sich ranhalten. Bis zum 2. August wird dieses Musical noch gezeigt und die Nachfrage an Karten ist sehr groß.

In diesem Jahr erfolgt bereits der 20. Theatersommer und anlässlich diesen Jubiläums gibt es im Großen Saal sowie im Foyer des Burgtheaters eine kleine Ausstellung von verschiedenen Requisiten und Kostümen der vorangegangen Jahre. Wer sich nicht mehr an die vielen Stücke erinnern kann, sollte unbedingt die Facebookseite des DSVT besuchen. Dort wird in 19 Jahren Bautzner Theatersommer geschwelgt.

Wie jedes Jahr gibt es auch in diesem Jahr ein Gewinnspiel: Jeder 20. Teilnehmer, der an dem kleinen Quiz teilnimmt, gewinnt einen Gutschein für zwei Freikarten für 'Don Juan' oder 'Kleiner Mann - was nun'.


Haben wir euch nun neugierig gemacht?
Und wollt ihr wissen, was aus Elisa und dem Professor wird, dann schaut euch dieses Theaterstück auf jeden Fall an!

In diesem Sinne!
Tschüssikowski!

P.S.: Die Bildrechte liegen bei Simmy Photography. 

Mittwoch, 10. Juni 2015

[Theater] Theatervorstellung im 'Kuckucksnest'

Intra, Mintra, süßes Korn,
Apfelkern und Schlehendorn,
Herbstvogelzug,
Drei Gänse im Flug.
Eine nach Ost,
eine nach West,
und eine flog über das Kuckucksnest.

Dieser kleine Abzählreim sagt schon deutlich aus, dass es sich dabei um das bekannte Stück 
Einer flog über das Kuckucksnest
handelt.

 Und genau dieses Stück wird derzeit im Theater Bautzen gezeigt und wir waren in der zweiten Vorstellung, welche Anfang Mai stattfand.

Wer diesen Titel hört, denkt sicher zuerst an die Verfilmung mit Jack Nickolson, der die Rolle des Randle P. McMurphy verkörperte. 
Jedoch weicht die Theaterfassung ein wenig von der Filmfassung ab.

Doch wer weder das Buch noch den Film kennt, fragt sich bestimmt, worum geht es eigentlich?

Die Story dreht sich um eine Irrenanstalt und seinen Insassen Chief Bromden, einen Halbindianer, der sich taubstellt. Die Geschichte konzentriert sich auf den neuen Stationsinsassen Randle Patrick McMurphy, ein rebellischer Draufgänger, der sich freiwillig hat einweisen lassen, um dem Arbeitslager zu entkommen. Die Verbindung die zwischen diesen beiden Insassen über die Zeit immer intensiver wird, führt dazu, dass das Ende der Geschichte nachvollziehbar wird.

In der Nervenklinik trifft der Neue auf seine Mitinsassen Dale Harding, welcher Patientenratssprecher ist, den stotternden Billy Bibbit, Scanlon, Cheswick, Martini - welcher einen imaginären Freund bei sich hat - und Ruckly.

v.l.n.r. Schwester Ratched (Gabriele Rothmann), Schwester Flinn (Anna Marie Lehmann), McMurphy (Marian Bulang), Scanlon (Istvan Kobjela)

Schwester Ratched ist die Oberschwester, die ihre gesamte Station und selbst den Oberarzt fest in ihrer Hand hat. Daher hat es sich McMurphy zur Aufgabe gemacht, die Oberschwester mit Wettspielchen, Basketballspielen oder der verfrühte Fernsehabend, um das Endspiel der Baseballmeisterschaft anzuschauen, in den Wahnsinn zu treiben.

Randle glaubt jedoch, dass seine Zeit in der Anstalt recht schnell vorbei sein würde, doch dieser Zahn wird ihm schnell gezogen. 
Denn seine Mitstreiter klären ihn darüber auf, dass es allein an Schwester Ratched liegt, ob jemand geheilt ist oder nicht.

hinten: Martini (Torsten Schlosser), Billy Bibbit (Anthony Mrosek), Dale Harding (Ralph Hensel), Cheswick (Jan Mickan), Scanlan; vorn: Candy (Fiona Piekarek-Jung), McMurphy
Zwischenzeitlich erhält er Besuch einer guten Freundin namens Candy, welche großen Eindruck auf den verschüchterten Bibbit macht. 
Nach einer kleinen Auseinandersetzung, in welche auch Bromden verwickelt ist, müssen McMurphy und der Häuptling zur Elektrokrampftherapie, welche beide unbeschadet überstehen. 


Nach einiger Zeit wird schnell klar, dass McMurphy durch diese Therapie doch einen Schaden erlitten hat und seine neuen Freunde raten ihm zum Ausbruch. Randle besticht den Nachwächter, der daraufhin Candy und ihre Freundin Sandra auf die Station schleust.

Wieder einmal ist es um den jungen Billy geschehen und weil bei dieser nächtlichen Party auch eine Menge Alkohol im Spiel ist, drängt McMurphy den Jungen dazu, sich mit der hübschen Dame zurückzuziehen.
Jedoch wird die Feierlichkeit jäh von Schwester Ratched unterbrochen und auch das verliebte Paar bleibt nicht unentdeckt.


Während die beiden Frauen den Rückzug antreten, geschieht jedoch im Zimmer des Arztes das Unglück:
Aus lauter Verzweiflung und Angst, dass die Oberschwester den Vorfall der Mutter von Billy erzählt, schneidet dieser sich die Kehle durch.
Das ist zuviel für McMurphy, der daraufhin auf die Oberschwester losgeht und schließlich von den Wärtern überwältigt werden muss.


Die Wochen danach ändert sich einiges auf der Station. Einige Insassen werden entlassen und vor der Oberschwester kuscht keiner mehr. 
Irgendwann kommt auch Randle wieder auf Station, aber durch die bei ihm durchgeführte Lobotomie ist er nur noch ein dahinvegetierendes Individuum. 
Dies erkennt auch Bromden, der ihn daraufhin von seinem Elend erlösen möchte. Mit einem Kissen erstickt er McMurphy und flüchtet dann ebenfalls aus der Anstalt.



 Der Abend war auf jeden Fall recht amüsant aber auch zeitweise nachdenklich.
Auch was die Besetzung angeht, wurde fast das komplette Ensemble auf die Bühne geholt. Insgesamt 16 Schauspieler sind an dem Stück beteiligt:

Marian Bulang, der mit seiner verrückten Art der Hauptfigur Randle P. McMurphy Leben einhaucht und ihn sehr überzeugend rüberbringt.
Mit langem wehenden Haar hat Diego Carlos Seyfarth, der Bromden verkörpert, fast die komplette erste Halbzeit kaum Text zu sprechen, überzeugt aber durch sein stetiges ins Leere starren.
Gabriele Rothmann ist einfach die perfekte Oberschwester Ratched und auch Anna Marie Lehmann als Schwester Flinn (zwar nur eine kleine Nebenfigur), trägt ihren Teil zum Verlauf der Handlung bei.
Die Insassen werden gespielt von Ralph Hensel als Dale Harding, Jan Mickan als Cheswick, Anthony Mrosek als stotternder Billy Bibbet, Torsten Schlosser als Martini mit italienischem Akzent, Istvan Kobjela als Scanlon und nicht zu vergessen Erik Dolata, der an diesem Abend eine, wie wir finden, undankbare Rolle als Ruckly hatte. 
Das Anstaltspersonal wurde gespielt von Jurij Schiemann (Pfleger Warren), Thomas Ziesch (Pfleger Williams), Olaf Hais (Dr. Spivey) und Rainer Gruß (Pfleger Turkle).
Die leicht bekleideten Damen waren mit Fiona Piekarek-Jung als Candy und Katja Reimann als Sandra gut besetzt.


In dieser Spielzeit wird dieses Stück nicht mehr zu sehen sein, aber spätestens ab Herbst kann es wieder besucht werden.
Für uns hat diese Inszenierung das Prädikat sehenswert auf jeden Fall verdient und es wird sicher nicht bei nur einem Besuch bleiben!

Falls ihr jetzt auch Lust bekommen habt ins Theater zu gehen, wünschen wir euch auf jeden Fall viel Spaß und wir sind sehr auf eure Meinung zu dem Stück gespannt!

In diesem Sinne!
Tschüssikowski!


PS: Die Rechte der Bilder liegen beim Theater Bautzen

Dienstag, 10. März 2015

[Theater] Kleiner Mann - was nun?



Hallo ihr Lieben!

Am 8. März war ich (Ivy) mal wieder kulturell unterwegs und war Zuschauer eines neuen Theaterstückes.

Wie jede Spielsaison erscheint Ende Februar eine Roman-Adaption, welche in diesem Jahr 'Kleiner Mann - was nun?' ist. 
Geschrieben wurde der Roman von dem Schriftsteller Hans Fallada, welcher eigentlich Rudolf Dietzen hieß.
Bereits im Jahr 1932 erschien das Buch, welches sofort zum Bestseller wurde und es dauerte auch nicht lange, dann wurde es verfilmt.
Jedoch ist dieser erste Film bis heute verschollen. Deshalb wurde im Jahre 1967 eine DDR-Verfilmung mit Arno Wyzniewski und Jutta Hoffmann gedreht, welche heute bekannt ist.


Doch worum geht es?
Im Vordergrund stehen der Buchhalter Johannes Pinneberg sowie seine Freundin Emma Mörschel, auch Lämmchen genannt.



Ungewollt erfahren sie, dass Emma im zweiten Monat schwanger ist und beschließen kurzerhand, den Bund der Ehe einzugehen. 
Direkt nach der Heirat, welche vorerst noch geheim gehalten werden sollte, beziehen beide eine kleine Wohnung in Ducherow. Das Paar muss lernen, mit dem wenigen Geld was sie besitzen, zu wirtschaften. Durch eine Intrige der Frau seines Arbeitgebers wird Pinneberg entlassen. 


Emma 'Lämmchen' Mörschel und Johannes Pinneberg


Somit ziehen sie zunächst zu Pinnebergs Mutter Mia. Diese war früher eine Bardame, welche auch heute noch dieses Leben genießt. Mit Hilfe von Jachmann, dem Geliebten seiner Mutter, erhält Pinneberg ziemlich bald eine Anstellung im großen Modehaus Mandel als Verkäufer. Das junge Paar möchte mit der Mutter nicht länger unter einem Dach wohnen und so begibt sich Lämmchen hochschwanger auf die Suche nach einer neuen Bleibe.


Mia Pinneberg und Jachmann mit dem jungen Paar Pinneberg


Doch schon bald führt der neue Organisator des Modehauses ein neues System ein, welches die Verkaufsquote seiner Mitarbeiter aufzeigen soll. Dies setzt Pinneberg ziemlich unter Druck, da auch die Geburt seines Sohnes Murkel, der eigentlich Horst heißt, unmittelbar bevorsteht. 


Die Fehler im Kaufhaus häufen sich: Pinneberg kommt zu spät zur Arbeit und leistet sich dann auch noch einen gravierenden Fehler mit dem Kunden und Schauspieler Schlüter, sodass sein Vorgesetzter ihn schließlich kündigt.
Emma hält sich derweil mit kleinen Näharbeiten über Wasser und kann somit auch etwas zum Lebensunterhalt beitragen.


Heilbutt mit Lämmchen und Pinneberg

Heilbutt, ein ehemaliger Kollege Pinnebergs bietet der kleinen Familie seine geerbte Laube an, welche beide dankend annehmen und ziehen von Berlin weg. 
Pinneberg ist nun mittlerweile seit einigen Monaten arbeitslos und verkommt immer mehr. Es kommt sogar soweit, dass ihn die Schupo von der Straße vertreibt. Er traut sich kaum zu seiner Frau und wartet deshalb solange, bis Jachmann, der Lämmchen einen Besuch abgestattet hat, wieder gegangen ist. 
Erst dann zeigt er sich seiner Liebsten und beide erkennen, dass nur eines wichtig ist: Sie beide!



Es ist schon beachtlich, was die zehn Schauspieler da auf die Bühne gebracht haben. Vor allem die acht Nebendarsteller, die es schaffen, binnen kürzester Zeit den verschiedenen Charakteren Leben einzuhauchen.
Man hat nie das Gefühl, es könnte in den guten dreieinhalb Stunden (inklusive Pause) langweilig werden, da es immer wieder munter weitergeht. 




  Nils Düwell, der für diese Inszenierung die Bühnenfassung geschrieben hat, führte auch die Regie.
Das Bühnenbild ist eher spartanisch, mal kommen Möbelstücke aus dem Boden nach oben gefahren oder eine Treppe nach unten erscheint. Auch wird viel mit Licht gearbeitet, was vor allem das junge Paar unterstützt, die es gern sauber und hell haben möchten. 


Anna-Marie Lehmann und Anthony Mrosek

Zu guter Letzt möchte ich noch die einzelnen Leistungen besonders hervorheben.
Anthony Mrosek und Anna-Marie Lehmann, welche Pinneberg und Lämmchen verkörpern, haben an diesem Abend eine wirklich beachtliche Leistung gezeigt. Nicht zuletzt der immense Text, den beide im Kopf haben mussten. Sie haben es außerdem geschafft, den Zuschauer in ihre Welt zu entführen. Neben den Dialogen schildern sie dem Publikum ihre Gedanken und ihr Fühlen, um dann wieder ins Geschehen einzusteigen.

Erik Dolata schlüpft in vier verschiedene Rollen, wovon die Rolle des Herrn im Kaufhaus, welcher von seinen drei Frauen in die Enge getrieben wird, seine beste Rolle ist.

Anthony mit Fiona Piekarek


Fiona Piekarek überzeugt mit ihrer Vielseitigkeit der verschiedenen Rollen. Mal als Schwester bei Dr. Sesam oder auch als Sekretärin.

Gabriele Rothmann glänzt vor allem in ihren Mutterrollen. 


Gabriele Rothmann mit Anna-Maria


Rainer Gruß beherrscht seine Rolle als ältere Dame perfekt. Doch auch den Schauspieler Schlüter verkörpert er hervorragend.

Rainer Gruß, Istvan Kobjela (in grün)

 Istvan Kojela fiel ebenfalls durch seine Rolle als Frau auf. Jedoch sorgte er außerdem als Nazi Lauterbach für den einen oder anderen Lacher.

 Diego Carlos Seyfarth zeigte als verrückter Frauenheld, aber auch als Vorzeigeverkäufer sein schauspielerisches Talent.

Olaf Heiß hatte ebenfalls wechselnde Rollen. Angefangen vom schmierigen Arbeitgeber über einen Ausflug in die Damenwelt bis hin zum ungerechten Geschäftsführer.

Die beste Leistung nach den Hauptdarstellern war für mich Ralph Hensel. Anfangs gab er die perfekte Schnarrenhöfer ab und schaffte es anschließend mit viel Witz und Charme als Gauner jeden um den Finger zu wickeln. Doch auch als übertrieben ergeiziger Verkäufer hatte er die Lacher des Publikums auf seiner Seite.


Für mich war dieser Abend definitiv unterhaltsam und einem weiteren Besuch dieser Inszenierung steht nichts im Wege.

Lasst es uns wissen, wenn ihr diese Vorstellung besucht habt.
Wir sind gespannt, wie euer Eindruck dieses Theaterstückes ist.


In diesem Sinne!
Tschüssikowski!

[Ivy]

P.S.: Die Bildrechte liegen beim Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen. Auch zu finden unter: Theater Facebookseite

Montag, 1. Dezember 2014

[Theater] Der Lebkuchenmann

Hallo ihr Lieben!

Wie jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit zeigt das Deutsch-sorbische Volkstheater ein weihnachtliches Theaterstück, welches vor allem die jungen Besucher ansprechen soll.
In diesem Jahr wird 'Der Lebkuchenmann' gezeigt. Ein Kindermusical, welches für die Kleinen, aber auch für junggebliebene Erwachsene geeignet ist.

Das Bühnenbild

Das Bühnenbild ist ein überdimensionales Küchenregal, auf dem Gewürze, ein paar Äpfel und auch eine Teekanne stehen. Daneben hängt ein Kalender, welcher den Abend des 23. Dezember anzeigt und eine Kuckucksuhr. 
Und Herr Kuckuck hat ein großes Problem: er hat seine obere Stimme verloren. Das Singen beherrscht er noch tadellos, nur das 'Kuckuck'-rufen will einfach nicht mehr gelingen.
 


Also weckt er Herrn Salz und das Fräulein Pfeffer, damit sie ihm helfen. Nach einiger Zeit entdecken sie auf dem Boden einen noch nicht durchgebackenen Lebkuchen. Dieser ist auch noch recht wackelig auf seinen Beinen unterwegs und weiß noch nicht so recht, wie die Dinge so laufen.
Die Drei klären den Neuen darüber auf und auch darüber, was dem Herrn Kuckuck fehlt und das sie ihm vor dem Mülleimer bewahren wollen. (davor fürchten sich alle)

Anthony Mrosek als der Lebkuchenmann
im Hintergrund: Jan Mickan als Kuckuck (neben der Maggiwürze)


Das einzige, was dem armen Vogel helfen könnte, wäre der Honig auf dem oberen Regal.
Doch der wird von der bösen Teebeuteln bewacht. Keiner traut sich auch nur ansatzweise in ihre Nähe.
Der Lebkuchenmann möchte dem Kuckuck gern helfen und versucht nach oben zu gelangen. Mithilfe der niedlichen Zuckerfee schafft er es auch. 

Zurück im unteren Küchenregal trifft er auch schon auf die gemeine Mafiamaus Flitsch, auch Gamasche genannt. 


Dieser will sich den Lebkuchenmann sogleich als seine Mahlzeit vornehmen. 
Aber nicht nur auf dem Speiseplan des Nagers steht er, sondern auch die Menschen wollen ihn aufessen. 

Torsten Schlosser als Flitsch, die Mafiamaus
Nachdem der Lebkuchenmann von der Teebeuteln den Honig erhalten hatte, reichte er diesen sofort an den Kuckuck weiter, der sich diesen sofort annahm.
Doch der Honig war vergiftet, da die Menschen Gift wegen der Maus gestreut hatten. 

Also musste ein Gegengift her und es gab nur einen, der die Mixtur kannte:
der Teebeutel. 
Weil weder Frau Pfeffer noch Herr Salz den Beutel um Hilfe bitten wollte, übernahm dies der Lebkuchenmann. 
Erst streubte sie sich dagegen, doch dann erbarmte sie sich und machte sich auf den Weg nach unten. 
Gemeinsam mit den Dreien braute sie einen Kräutertrank, nachdem sie die Maus besiegt und im Küchenschrank gefangen genommen hatten. 

Am Ende ist es die Liebe, welche alle Küchenregal-Bewohner zusammenbrachte. 

Ein wirklich gelungenes Theaterstück! Mit viel Witz und Gesang schafften es die Schauspieler selbst die Kleinen in ihren Bann zu ziehen. 

Lilli Jung als Fräulein Pfeffer, Anthony Mrosek, Marian Bulang als Herr Salz, Gabriele Rothmann als die Teebeuteln


Jan Mickan verkörperte den kranken Kuckuck mit schweizer Dialekt perfekt. Lilli Jung war als Fräulein Pfeffer immer sehr direkt, wohingegen Marian Bulang als Herr Salz ein wenig dusselig daherkam. Jedem entgegnete er 'Macht doch nichts!', was immer wieder zu Lachern führte. 
Anthony Mrosek zeigte uns, dass er nicht nur dem Lebkuchenmann Leben einhauchen, sondern auch gut Breakdancen konnte. Torsten Schlosser als Flitsch verdrehte gern man die Worte und Gabriele Rothmann als die Teebeuteln zeigte, das man auch mal über seinen Schatten springen muss, um anderen zu helfen. 
Helena Büttner als die Zuckerfee sah einfach nur süß aus. Wie eine kleine Ballerina schwebte sie förmlich über die Bühne.


Wer sich ebenfalls von diesem Theaterstück verzaubern lassen möchte, der hat noch bis zum 27.12. die Gelegenheit dazu. Allerdings solltet ihr euch beeilen, denn die Karten hierfür sind heißbegehrt!

Ihr dürft uns gern berichten, wie euch dieses Stück gefallen hat!
 

In diesem Sinne!
Tschüssikowski!



Copyright der Bilder 3 - 5 liegen beim Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen 
sowie Theater Bautzen Facebookseite.